Bevor wir nach Adelaide geflogen sind, hatten Maria und ich sehr unterschiedliche Meinungen über die Stadt gehört. Einige meinten, dass es dort seht schön sei und andere, dass es dort nichts zu sehen gebe und wir lieber mal gleich nach Melbourne fliegen sollten. Zum Glück haben wir das nicht gemacht! Im Gegensatz zu Perth gibt es viel ältere Gebäude und auch die Vegetation ist wie zu Hause. Nach einem halben Jahr Sommer an der Westküste ist es schön mal ein bisschen kühlere Tage und Laubfärbung zu haben! In den 4,5 Tagen haben wir uns häufig kostenlose Räder ausgeliehen und sind nach Port Adelaide und Glenelg gefahren. Das ist etwa das Fremantle von SA, also der Ort, wo 1836 die ersten Siedler an Land gingen. Die Einwohner betonen übrigens SEHR, dass SA nie ein Sträflingslager war, sondern alle Einwanderer freiwillig kamen. Einmal waren wir im Botanischen Garten, bei den Central Markets, im Zirkus :) und haben eine Wanderung am Mt Lofty gemacht, von wo aus man eine schöne Sicht über ADL und Glenelg haben könnte, wenn es gerade nicht so grau gewesen wäre. An einem Nachmittag haben wir Hahndorf, ein ehemals deutsches Village, besucht. Dort sollte es angeblich typisch deutsche Spezialitäten geben, aber Deutschland wurde mal wieder nur auf Bayern reduziert... Es gab Sauerkraut im Hotdog, verschiedene Wurstsorten, Bier, Bären in Lederhosen und bayrische Fahnen. Warum kann man in solchen Dörfern nie Franzbrötchen und Labskaus finden?!? Trotzdem haben wir beide und ziemlich über Apfelstrudel und Sauerkraut mit Leberkäs gefreut!
Gestern Abend sind wir mit dem Firefly Bus über Nacht nach Melbourne gefahren, von wo aus wir heute nach Hobart auf Tasmanien geflogen sind. Hier ist es ein bisschen chilly...17° am Tag und 3° in der Nacht.
Montag, 28. April 2014
Dienstag, 22. April 2014
Exmouth
Viele Gruesse aus Adelaide! Gestern Abend habe ich mich schliesslich von meiner Gastfamilie verabschiedet und mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Da Maria und ich heute moeglichst viel Zeit in Adelaide haben wollten, hatten wir einen Flug gebucht, der schon um 6.50 abgehoben ist. Wir hatten aber natuerlich nicht daran gedacht, dass so frueh noch keine Busse zum Airport fahren. Also mussten wir am Flughafen auf dem Boden zwischen einigen anderen Heimatlosen schlafen... Heute sind wir deswegen ein ganz bisschen fertig, aber wenigstens ist das Hostel gut und liegt direkt in der Innenstadt.
Aber vor dem Abflug nach Adelaide war ich 9 Tage mit Maria und ihren Eltern in einem Camper im Norden WA's unterwegs. Ich wuerde ja gerne ein paar Bilder posten, aber die sind alle schon auf meiner Festplatte im Koffer auf dem Weg nach Sydney. Auf unserer Reise waren wir in verschiedenen National Parks (Yanchep NP, Pinnacles NP, Kalbarri NP, Monkey Mia, Cape Range NP und bestimmt noch ein paar mehr) und sind stundenlang durch die australische Weite gefahren. Es ist immer wieder beeindruckend, wie eintoenig und trocken die Landschaft ist und dass es trotzdem Leben auf der roten Erde gibt! Bei Exmouth liefen uns Schafe, Ziegen und Emus ueber die Strasse und am Strassenrand lagen immer wieder Skelette von Kaengurus (Wer eins ueberfaehrt, duerfte es sogar mitnehmen. Das Fleisch soll lecker sein. Guten Appettit...). Weiter im Norden hatte es schon wieder ein bisschen geregnet, sodass es zum Glueck wieder ein bisschen gruener wurde. Wir haben fast jeden Tag in Lagunen oder in kleinen Riffen direkt am Ufer geschnorchelt und sind in Exmouth einer Tagestour mit Whale Sharks, den "gentle giants", geschwommen. Das Gefuehl, wenn man vom Boot aus ins Wasser springt, es dann wie in einer anderen Welt ganz still um einen herum ist und man ploetzlich diesen riiiesigen Fisch ganz nah an einem vorbeiziehen sieht, ist einfach unbeschreiblich!
Mal wieder gingen die Reisezeit ziemlich schnell rum! Ueber Ostern war ich hauptsaechlich mit Packen und dem Ausmisten meines Zimmers beschaeftigt und dann wars auch schon Zeit good bye zu sagen. Ich bin gespannt, was wir in den naechsten Tagen so machen werden!
Montag, 7. April 2014
See You, Perth!
Vielen Dank auch nochmal für alle Postkarten, Päckchen, eMails und Skype Sessions! So kam mir die Entfernung nicht ganz so groß vor.
Perth ist echt eine Stadt der Extreme: Im Sommer wird es super heiß und es regnet monatelang fast gar nicht, sodass alles staubtrocken ist. Es ist die isolierteste Großstadt der Welt (Adelaide ist 2700km entfernt) und ist nach Chicago auch die zweitwindigste Stadt. Außerdem stehen hier die durchschnittlich größten Häuser weltweit!
Vermissen werde ich auf jeden Fall...
am allermeisten den lockeren Umgang hier! Man spricht sich grundsätzlich mit dem Vornamen
an (sogar in der Zeitung!), sodass ich das doofe "Soll ich den jetzt Duzen oder doch lieber Siezen?" vergessen konnte. Einmal saß ich im Bus und habe ein Buch auf englisch gelesen, als ich gefragt wurde wo genau aus Deutschland ich denn herkommen würde. Ich war erstmal etwas verwirrt, aber da hatte nur jemand den Schriftzug auf meiner Buchschutzhülle (oder wie auch immer das Ding heißt) gesehen. Oder ich habe mich mit Leuten an der Ampel, im Supermarkt und in der Bücherei über Gott und die Welt unterhalten. Die Menschen sind hier so viel offener als zu Hause!
barfuß zum Dog Park zu gehen. Im Sommer sind alle in thongs oder gleich ganz barfuß rumgelaufen und irgendwann habe ich mich auch nicht mehr gewundert, wenn Mann nur in Shorts im Supermarkt unterwegs war.
Delfine, Pelikane und schwarze Schwäne auf dem Swan River. Auch nach einem halben Jahr bringen mich Papageien, Palmen und der Strand immernoch in Urlaubsstimmung.
Kajak fahren auf dem Mathilda Bay. Mit der Sonne am Himmel und der Skyline von Perth im Hintergrund! Und dabei im sea kayak mit Delfinen auf den Wellen anderer Boote surfen!
Volleyball spielen am Cott Beach bei Sonnenuntergang.
Aufräumen und putzen ;-) Vermissen ist vielleicht zu viel, eher muss ich mir das wieder abgewöhnen. Nachdem ich zwischendurch für drei Familien gebügelt und das Haus sauber gehalten habe, kann ich jetzt nicht mehr um nasse Handtücher und Krümel auf dem Boden oder ungebügelte Hemden drumherumgehen. Macht euch keine Hoffnung, wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich euch ganz sicher nicht hinterherräumen :D
Fancy Nancy. Eins der besten Kinderbücher überhaupt!
G's allabendliches "Can you tuck me in?" zum 1. Mal um 8.30.
Nicht vermissen werde ich...
"Can You tuck me in?" zum 10. Mal um 10pm.
Kakerlaken und Fliegen. Selbst in super sauberen Haushalten findet man hin und wieder eins dieser fetten Krabbelviecher über den Boden huschen oder im Mülleimer. Yuck! Fliegen waren im Dezember auch echt eklig, aber irgendwann sind die zum Glück genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Ansonsten wurde ich in der ganzen Zeit nie von Monstermozzies aufgefressen, von Schlangen oder Spinnen angegriffen oder von Quallen zerstört. In ländlicheren Vororten gibt es zwar das ein oder andere gefährliche Tier, aber sonst muss man nicht um sein Leben fürchten, sobald man in Australien den Fuß vor die Tür setzt. Wenn man ein bisschen vorsichtig ist und nicht in der Dämmerung im Meer schwimmen geht, kann man es lebendig wieder nach Hause schaffen :-)
Den Wind. Der nervt auf Dauer echt, denn man merkt zu spät...
Sonnenbrände.
Die Hitze im Januar/ Februar. An einigen Tagen bei über 40° war es echt nicht mehr schön und man konnte nur noch ins Wasser flüchten! Ich hätte nicht gedacht, dass einem nach einger Zeit 30 Grad ganz angenehm warm vorkommen können. In den ersten 5 Monaten hatte ich glaube ich 4x abends eine lange Hose an. Das wird sich spätestens auf Tasmanien ändern.
"What's your name?" "Corinna." "Sorry Corrrr...?" "Corinna." "Ah Corrrrrinnnnnner" " Something like that." -.-
So eine Rolle als live-in Au Pair war nicht immer ganz einfach und ich bin allen Kindern super dankbar, dass mir ganz schnell vertraut und mich aufgenommen haben. Jeder auf seine Weise. I kam manchmal nachts in mein Bett gekrabbelt, wenn sie schlecht geträumt hatte und hat einfach bei mir ein bisschen weiter geschlafen bis ich sie zurück getragen habe. "Can you play with me?" habe ich von A meistens gehört. G wollte mir skateboarden und bodyboarden beibringen (irgendwie haben wirs am Ende aber nicht hinbekommen), aber abends wurde er dann doch wieder ganz klein. "When do you go to bed? Can you check on me when you go to bed? And make sure I'm not too hot! And leave your door open!!!" habe ich jeden Abend mindestens 5x gehört... S war für mich eher eine Freundin als ein Kind, auf das ich aufpassen musste. Sie kam manchmal zu mir, wenn die Geschwister mal wieder total unreif, die Eltern sowieso peinlich, und überhaupt alles doof war.
Es war immer wieder eine Herausforderung die Balance zwischen "Ich bin kein Elternteil von euch und wir können auch mal etwas (im Rahmen) Verrücktes tun" und "Ich habe die Verantwortung für euch und ihr solltet auf das hören, was ich sage" zu finden. Auch war ich einerseits "nur" das Au Pair und konnte nicht richtig laut werden, andererseits musste ich auch manchmal ganz klar Nein sagen. Aber ich glaube, dass ich das ich Laufe der Zeit ziemlich gut hinbekommen habe. Nach 13 Au Pairs waren die Kids schon daran gewöhnt, dass es neben Mum und Dad noch jemand anderen gab und so war ich diejenige, die lernen musste ihnen umzugehen und ihnen zu vertrauen. Ich weiß noch wie ich das erste Mal mit A, I und den beiden Hunden im Dog Park ein bisschen überfordert war: A lief zum Spielplatz, I in die andere Richtung zum Kletterbaum, Jango spielte irgendwo mit anderen Hunden und Mimi hatte ich sicherheitshalber an der Leine gelassen, damit ich wenigstens über eine die Kontrolle hatte. HILFE!!! Danach war ich fix und fertig. Und jetzt am Ende war es gar kein Problem, wenn auch mal Freunde der Kinder über Nacht blieben und ich damit für 5 Leute die Verantwortung hatte, wenn K und J abends ausgingen. Eigentlich weiß jeder ziemlich genau, wann für ihn Feierabend ist.
Wie ich gefühlt jedes Mal geschrieben habe, verging die Zeit hier viiiiiel zu schnell. Irgendwie war am Montag noch die ganze Woche vor mir und ich hatte tausend Pläne für die nächsten Tage und plötzlich war dann schon wieder Sonntag. Langweilig wurde es hier also nie! Dafür gab es viel zu viel zu sehen! Ich musste eher aufpassen, dass ich auch mal einen halben Tag einfach nix mache :D
Insgesamt hätte meine Au Pair Zeit gar nicht besser sein können! Ich war in der besten Jahreszeit in einer Stadt, in der ich ganz viel sehen, mich jedoch auch nicht verlaufen konnte. Unser Haus und mein Zimmer waren echt schön und die Lage top: 5min zur Bahn und 5min zu Fuß zu einem der schönsten Strände. Aber allerwichtigesten ist meine Familie: Die 6 haben meine Zeit hier zu etwas ganz Besonderem gemacht :)
Jetzt gehts erstmal mit Maria hoch nach Exmouth und dann nach Ostern mit ihr und Jenny an die Ostküste. Im Camper. Mit dem kommunistischen Känguru und dem Pinguin. Razupaltuf!
Wie ich gefühlt jedes Mal geschrieben habe, verging die Zeit hier viiiiiel zu schnell. Irgendwie war am Montag noch die ganze Woche vor mir und ich hatte tausend Pläne für die nächsten Tage und plötzlich war dann schon wieder Sonntag. Langweilig wurde es hier also nie! Dafür gab es viel zu viel zu sehen! Ich musste eher aufpassen, dass ich auch mal einen halben Tag einfach nix mache :D
Insgesamt hätte meine Au Pair Zeit gar nicht besser sein können! Ich war in der besten Jahreszeit in einer Stadt, in der ich ganz viel sehen, mich jedoch auch nicht verlaufen konnte. Unser Haus und mein Zimmer waren echt schön und die Lage top: 5min zur Bahn und 5min zu Fuß zu einem der schönsten Strände. Aber allerwichtigesten ist meine Familie: Die 6 haben meine Zeit hier zu etwas ganz Besonderem gemacht :)
Jetzt gehts erstmal mit Maria hoch nach Exmouth und dann nach Ostern mit ihr und Jenny an die Ostküste. Im Camper. Mit dem kommunistischen Känguru und dem Pinguin. Razupaltuf!
Donnerstag, 27. März 2014
Dies und das
Tja, was macht man so, wenn einem nicht mehr viel Zeit in Perth bleibt? Denn jetzt sind es nur noch 11 Tage bis ich auf Reisen gehe!
Vorletztes Wochenende bin ich mit einer Gruppe zum Cliff Diving gegangen und am Tag darauf war ich mit dem Outdoor Club der Uni auf im Sea Kayak unterwegs. Das war einer der schönsten Kayak Trips bisher! Wir haben morgens die Boote auf dem Trailer verladen, sind ein bisschen südlich des Mathilda Bays ins Wasser gegangen und dann im Sonnenschein auf dem Swan River bis nach North Fremantle gepaddelt. Nach einer Lunch Pause im Cafe direkt am Wasser wurden wir dann von der Seabreeze und der Tide zurück gepustet. Dabei haben wir schwarze Schwäne und Pelikane gesehen und konnten mit Definen auf den Wellen der Motorboote surfen :D
Seit die Kids alle in der Schule sind, ist es schwer mit ihnen mal einen Ausflug zu machen. Aber heute hatte ich ein bisschen Zeit mit A und I und nachdem wir ein neues Gebäck erfunden haben (NUTELLA und Banane in Blätterteig), sind wir drei mit den Hunden und einem Picknick in den Dog Park gegangen. Das war echt mal wieder schön :)
Pass auf, Jenny! Ich glaube ich werde Lynn im Handgepäck mit nach Hause nehmen!
Dieses Wochenende gehts endlich mit Jenny und Maria endlich nach Rottnest Island! Wenn man in Perth ist, muss man da wohl unbedingt gewesen sein und wir dachen uns "Wir sind ja sooo lange hier, da fahren wir bestimmt irgendwann mal hin!" Aber plötzlich waren nur noch wenige Wochenenden übrig und jetzt ist das Wetter nicht mehr so gut. Auch hier an des Westküsten kann es regnen, ich kanns kaum glauben... Egal, wir machen das beste draus!
Seit die Kids alle in der Schule sind, ist es schwer mit ihnen mal einen Ausflug zu machen. Aber heute hatte ich ein bisschen Zeit mit A und I und nachdem wir ein neues Gebäck erfunden haben (NUTELLA und Banane in Blätterteig), sind wir drei mit den Hunden und einem Picknick in den Dog Park gegangen. Das war echt mal wieder schön :)
Pass auf, Jenny! Ich glaube ich werde Lynn im Handgepäck mit nach Hause nehmen!
Dieses Wochenende gehts endlich mit Jenny und Maria endlich nach Rottnest Island! Wenn man in Perth ist, muss man da wohl unbedingt gewesen sein und wir dachen uns "Wir sind ja sooo lange hier, da fahren wir bestimmt irgendwann mal hin!" Aber plötzlich waren nur noch wenige Wochenenden übrig und jetzt ist das Wetter nicht mehr so gut. Auch hier an des Westküsten kann es regnen, ich kanns kaum glauben... Egal, wir machen das beste draus!
Donnerstag, 20. März 2014
Reiseroute
Irgendwann hatte ich ja mal versprochen, dass ich meine Reiseroute erzähle, wenn alles soweit steht. Falls sie nicht schon sowieso über tausend Ecken bei euch angekommen ist, gibts die offizielle Version jetzt hier:
Für alle, die nicht so ganz genau wissen, wo was in Australien liegt, habe ich mal eine Karte gebastelt. Ich muss zugeben, dass ich vor meinem Abflug selbst kein Geografie-Genie war...
1. Am 9. April gehts für 9 Tage in einem Wohnmobil mit Maria und ihren Eltern hoch nach Exmouth. Auf dem Weg werden wir verschiende National Parks mitnehmen und in Exmouth wollen Maria und ich mit whale sharks schwimmen gehen! Ich befürchte, dass wir ziemlich lange im Auto sitzen werden. Von Perth bis Exmouth sinds nämlich 1300km.
2. Bis zum 22. April darf ich wieder ein paar Nächte hier zu Hause schlafen, bis es dann endlich richtig weg geht. Ganz früh morgens werden Maria und ich nach Adelaide fliegen und dort ein paar Tage bleiben. Als nächstes gehts über Melbourne nach Hobart auf Tasmanien, wo wir 6 Tage eine geführte Tour machen.
3. Danach fliegen wir am 7. Mai zurück nach Melbourne und treffen dort Jenny und eine Freundin von ihr aus Deutschland. Mit einem Camper fahren wir zu viert über die Great Ocean Roand zuerst wieder ein Stück nach Westen, dann hoch zu den Grampians, zurück nach Melbourne und dann immer die Ostküste hoch. Vielleicht werden wir einen Abstecher nach Canberra machen, mal sehn wozu wir Lust haben und wie das Wetter ist. Ich befürchte, dass es ziemlich kalt werden kann... Am Ende wollen wir in die Blue Mountains fahren und dann den Camper in Sydney wieder abgeben.
4. Der allerallerletzte Stop meiner Reise Down Under wird also Sydney sein. Und am 31. Mai bin ich dann wieder im Lande!
Für alle, die nicht so ganz genau wissen, wo was in Australien liegt, habe ich mal eine Karte gebastelt. Ich muss zugeben, dass ich vor meinem Abflug selbst kein Geografie-Genie war...
| Vergesst die roten Linien. Die SCHWARZE ist meine Route! Ich habe nur in einer Karte aus einem Touren Heft rumgemalt :) |
1. Am 9. April gehts für 9 Tage in einem Wohnmobil mit Maria und ihren Eltern hoch nach Exmouth. Auf dem Weg werden wir verschiende National Parks mitnehmen und in Exmouth wollen Maria und ich mit whale sharks schwimmen gehen! Ich befürchte, dass wir ziemlich lange im Auto sitzen werden. Von Perth bis Exmouth sinds nämlich 1300km.
2. Bis zum 22. April darf ich wieder ein paar Nächte hier zu Hause schlafen, bis es dann endlich richtig weg geht. Ganz früh morgens werden Maria und ich nach Adelaide fliegen und dort ein paar Tage bleiben. Als nächstes gehts über Melbourne nach Hobart auf Tasmanien, wo wir 6 Tage eine geführte Tour machen.
3. Danach fliegen wir am 7. Mai zurück nach Melbourne und treffen dort Jenny und eine Freundin von ihr aus Deutschland. Mit einem Camper fahren wir zu viert über die Great Ocean Roand zuerst wieder ein Stück nach Westen, dann hoch zu den Grampians, zurück nach Melbourne und dann immer die Ostküste hoch. Vielleicht werden wir einen Abstecher nach Canberra machen, mal sehn wozu wir Lust haben und wie das Wetter ist. Ich befürchte, dass es ziemlich kalt werden kann... Am Ende wollen wir in die Blue Mountains fahren und dann den Camper in Sydney wieder abgeben.
4. Der allerallerletzte Stop meiner Reise Down Under wird also Sydney sein. Und am 31. Mai bin ich dann wieder im Lande!
Donnerstag, 13. März 2014
Graue Wolken
Meine Zeit in Perth neigt sich immer mehr dem Ende zu. Jetzt sind es nur noch 3 Wochen bis es losgeht! Einerseits freue ich mich riesig, aber andererseits wird der Abschied echt hart :(
Jetzt hat mir Perth bewiesen, dass es nicht nur die Gute-Laune-Dauer-Sonnenschein-Stadt ist, sondern auch seine dunklen Seiten hat. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Eigentlich fing gestern alles gut an. Ich bin mit dem Rad meiner Hostmum mal wieder in die Stadt gefahren und habe dort eine Freundin getroffen, die ich seit 4 Monaten nicht mehr gesehen hatte. Wir waren im Kings Park, haben gepicknickt und die Aussicht genossen. Bis hierhin war alles super. Aber als ich dorthin kam, wo ich das Rad angeschlossen hatte, war es WEG. Nur den Helm, den ich mit angeschlossen hatte, haben die Ollen mir gelassen. Mistmistmist!!! Zum Glück hat ein Mann, der neben dem Fahrradständer arbeitet, 2 Kids gesehen, die am Schloss zugange waren und so konnte ich wenigstens eine Uhrzeit angeben. Haben die Langeweile oder warum müssen sie ausgerechnet MEIN Rad klauen?!? Das ist denen doch eh viel zu groß! Also habe ich gestern Nachmittag ein bisschen bei der Polizei verbracht. Glückwunsch - auf diese Erfahrung hätte ich ganz gerne verzichtet! Ich hatte mich schon gefreut, dass mir in der ganzen Zeit nicht passiert ist (Einmal habe ich mich ausgeschlossen, als meine Familie über Wochenende weg war, aber das war ja meine eigene Dummheit...). Da hab ich mich wohl zu früh gefreut -.-
Immerhin war K mir nicht böse, als ich etwas aufgelöst bei ihr angerufen habe. Aber ich habe natürlich trotzdem ein total schlechtes Gewissen! Denn 1. ist es nicht mein Rad, 2. war es ein echt gutes und 3. habe ich dieses Mountainbike geliebt! Drückt mal die Daumen, dass es wieder auftaucht. Aber große Hoffnungen habe ich ehrlich gesagt nicht.
Passend zu meiner Laune hat es dann heute seit 90 Tagen wieder das erste Mal geregnet. Es wird Herbst in Australien.
Jetzt hat mir Perth bewiesen, dass es nicht nur die Gute-Laune-Dauer-Sonnenschein-Stadt ist, sondern auch seine dunklen Seiten hat. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Eigentlich fing gestern alles gut an. Ich bin mit dem Rad meiner Hostmum mal wieder in die Stadt gefahren und habe dort eine Freundin getroffen, die ich seit 4 Monaten nicht mehr gesehen hatte. Wir waren im Kings Park, haben gepicknickt und die Aussicht genossen. Bis hierhin war alles super. Aber als ich dorthin kam, wo ich das Rad angeschlossen hatte, war es WEG. Nur den Helm, den ich mit angeschlossen hatte, haben die Ollen mir gelassen. Mistmistmist!!! Zum Glück hat ein Mann, der neben dem Fahrradständer arbeitet, 2 Kids gesehen, die am Schloss zugange waren und so konnte ich wenigstens eine Uhrzeit angeben. Haben die Langeweile oder warum müssen sie ausgerechnet MEIN Rad klauen?!? Das ist denen doch eh viel zu groß! Also habe ich gestern Nachmittag ein bisschen bei der Polizei verbracht. Glückwunsch - auf diese Erfahrung hätte ich ganz gerne verzichtet! Ich hatte mich schon gefreut, dass mir in der ganzen Zeit nicht passiert ist (Einmal habe ich mich ausgeschlossen, als meine Familie über Wochenende weg war, aber das war ja meine eigene Dummheit...). Da hab ich mich wohl zu früh gefreut -.-
Immerhin war K mir nicht böse, als ich etwas aufgelöst bei ihr angerufen habe. Aber ich habe natürlich trotzdem ein total schlechtes Gewissen! Denn 1. ist es nicht mein Rad, 2. war es ein echt gutes und 3. habe ich dieses Mountainbike geliebt! Drückt mal die Daumen, dass es wieder auftaucht. Aber große Hoffnungen habe ich ehrlich gesagt nicht.
Passend zu meiner Laune hat es dann heute seit 90 Tagen wieder das erste Mal geregnet. Es wird Herbst in Australien.
Dienstag, 4. März 2014
4. Road Trip: Ab nach Norden
Da heute Public Holidays waren, habe ich nettwerweise über das verlängerte Wochenende frei bekommen, sodass ich mal wieder ein bisschen weiter weg fahren konnte. Von den groben Plänen habe ich ja letztes Mal schon berichtet. Jetzt bin ich gestern Abend wieder zu Hause angekommen und muss sagen: Es war mal wieder SUPER! Nachdem der Cape To Cape Trip im Januar nicht so verlaufen ist wie geplant und der Weihnachts Road Trip auch nicht komplett friedlich endete, war es auch mal wieder an der Zeit Glück zu haben.
Eigentlich wollten Jenny, Maria und ich zusammen in den Norden hochfahren, aber kurz nachdem der 3er Camper gebucht war, hat Maria (nach ihrer Au Pair Zeit arbeitet sie jetzt 5h nördlich von Perth mitten im Nirgendwo in einem Outback Pub) Bescheid bekommen, dass sie doch nur am Montag frei hat. Dafür lohnt es sich überhaupt nicht herunter zu fahren. Aber gebucht ist gebucht und deshalb haben Jenny und ich beschlossen, Maria einfach zu besuchen und uns auf dem Weg ein paar National Parks anzusehen. Um die Fahrtkosten zu teilen und den Camper komplett zu nutzen ist noch ziemlich spontan Jenny mitgekommen. Also nicht DIE Jenny, sondern eine andere. Jenny-Power :-)
Am Samstag haben wir das Auto mit einem ziemlich coolen rooftent abgeholt und haben unseren ersten Stop im John Forest NP gemacht. Der war nicht sehr spannend. Typisch australischer Wald halt. Deshalb sind wir dann weiter zum Yanchep NP gefahren, wo wir Koalas sehen konnten. Durch den Nambung NP ging es schließlich nach Jurien Bay, wo wir das erste mal das Zelt aufgebaut haben. Es grundsätzliches Problem beim Reisen in Australien ist die Zeit, in der man auf der Straße sein kann. In Deutschland ist es ja kein Problem auch mal bis um Mitternacht durchzufahren, aber hier muss man spätestens in der Dämmerung um 6-6.30 von der Straße runter sein. Erst einmal wird es super schnell dunkel, sodass man das Zelt nicht mehr aufbauen kann, aber das größere Problem sind die Kängurus, die dann über die Straßen hoppeln. Die Road Trains mit ihren roo bars interessiert das wenig, aber wir in unserem kleinen süßen Auto wollten kein Känguru mitnehmen. Wir wurden also langsam etwas unruhig, als es anfing zu dämmern wir wir immernoch nicht in Jurien Bay angekommen waren. Aber es gab keine andere Möglichkeit als den Straßenrand zu beobachten und weiterzufahren, denn nördlich von Perth liegen die "Städte" 100km voneinander entfernt und dazwischen ist wirklich NICHTS. Am Ende haben wir zum Glück sicher den ersten Campingplatz erreicht.

Heute sind wir Verrückten noch vor Sonnenaufgang aufgestanden und nach einem Porridge-Frühstück mit Maria zum Kalbarri NP gefahren. Der liegt direkt am Wasser und ist total beeindruckend! Wir konnten uns von der Aussicht kaum wieder losreißen und ich freue mich schon drauf, wenn ich in vier Wochen mit mehr Zeit noch einmal hier bin! Seht euch einfach die Fotos an! Jenny und ich mussten am Dienstag schon wieder zu Hause sein und so sind wir am Mittag aufgebrochen und den ganzen Weg von Kalbarri bis Perth in einem Stück zurückgefahren. Insgesamt haben wir in den drei Tagen bestimmt 1200km hinter uns gelassen, aber mit zwei Fahrern wars ok.
Es ist super, wie viel man an nur drei Tagen sehen kann! Danke ihr 3 für das tolle Wochenende! Und Danke Jenny, dass du so spontan mitgekommen bist und all das hin und her mitgemacht hast :-)
Eigentlich wollten Jenny, Maria und ich zusammen in den Norden hochfahren, aber kurz nachdem der 3er Camper gebucht war, hat Maria (nach ihrer Au Pair Zeit arbeitet sie jetzt 5h nördlich von Perth mitten im Nirgendwo in einem Outback Pub) Bescheid bekommen, dass sie doch nur am Montag frei hat. Dafür lohnt es sich überhaupt nicht herunter zu fahren. Aber gebucht ist gebucht und deshalb haben Jenny und ich beschlossen, Maria einfach zu besuchen und uns auf dem Weg ein paar National Parks anzusehen. Um die Fahrtkosten zu teilen und den Camper komplett zu nutzen ist noch ziemlich spontan Jenny mitgekommen. Also nicht DIE Jenny, sondern eine andere. Jenny-Power :-)
| wilde Kängurus im John Forst NP |
| das rooftent :) |
| australisches Outback |
Um am Sonntag den ganzen Weg bis nach Northampton zu schaffen, sind wir schon um 6h mit dem Sonnenaufgang aufgestanden. Da unsere Handys alle tot waren und es hier keine Steckdose gab, sind wir einfach in ein Cafe gegangen und haben 1 Cappuccino und 2 Steckdosen bestellt. Und es hat geklappt! Ich liebe die lockeren Australier! Wir haben einen kleinen Spaziergang auf den Jetty in Jurien Bay gemacht und sind dann weiter nach Norden gefahren. Mit unserem Auto war es leider unmöglich auf unsealt roads zu fahren und deswegen mussten wir zwei National Parks weglassen. Nach einer Luch-Pause am 7 Miles Beach bei Dongara und einer Dôme-Pause (das ist das australische Starbucks) in Geraldton haben wir gegen 5h endlich Maria wiedergesehen! Als ich sie gefragt hatte, wo genau wir eingentlich hin müssen, meinte sie: einfach zum langen Haus, auf dem TAVERN steht. Mehr brauchten wir wirklich nicht zu wissen, denn Northampton ist wirklich ein Kaff. Es gibt 3 Pubs, einen campground, immerhin einen Supermarkt und das wars. Jeder kennt hier jeden. Jenny, Jenny und ich über Nacht dort geblieben, weil wir es nicht mehr im Hellen bis nach Kalbarri geschafft hätten und so haben wir noch die 150 Jahr Feier von Northampton mitbekommen. Ich kam mir vor wie in einem Film: mit einem Camper durch Australien reisen, in einem Outback Pub mit den besten Freunden ein middie beer trinken, auf der beleuchteten Festwiese Kettenkarussell fahren und hinterher mit Gruppen von Einheimischen einer Band zuhören.
| am 7 Miles Beach |
Es ist super, wie viel man an nur drei Tagen sehen kann! Danke ihr 3 für das tolle Wochenende! Und Danke Jenny, dass du so spontan mitgekommen bist und all das hin und her mitgemacht hast :-)
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